Hilfe für den Fußball in Kubuneh - Gambia


Fußball war nicht der Grund, weshalb wir (Karin Klaproth, Julian, Anja und Hartmut Dreesmann) Ende Februar diesen Jahres nach Gambia geflogen sind. Wir haben dort mehrere Patenschaften und unterstützen damit Familien und die Kubuneh Nursery School in dem kleinen Dorf Kubuneh. Wir wollten unsere Patenkinder besuchen und uns davon überzeugen, dass unsere Spenden zu hundert Prozent bei den Familien ankommen und auch tatsächlich für den Schulbesuch der Kinder genutzt werden.


Großteil der Einwohner ist ohne regelmäßiges Einkommen. Gambia gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Daher können viele Familien die Schulgebühren nicht aufbringen. Die Nahrungsmittel in den Familien sind knapp. Jedes geförderte Kind erhält täglich in der Schule eine warme Mahlzeit, sowie Schuluniformen, Schulutensilien, ärztliche Untersuchung usw. Dieses entlastet die Haushaltskassen der Familien enorm.

 

Der Schulleiter der Kubuneh Nursery School, Malick Badjie, schickte mir kurz vor unserem Abflug noch etliche Fotos, um uns auf die Reise einzustimmen, u.a. auch vom Fußballteam der Schule. Da mein Interesse auch dem Fußball gilt, habe ich mir daraufhin über Malick Informationen über den Fußball in Kubuneh eingeholt. Anhand seiner Nachrichten wurde mir schnell klar, dass es dort an allen Ecken und Enden fehlt. Von meinem Heimatverein, dem TuS "Vorwärts" Augustfehn erhielt ich einen Satz Trikots für die Schulmannschaft und ich kaufte zehn Leichtspielbälle für das Team.


Kennt man überhaupt Vereine aus Afrika? Wenn ja, so stammen sie entweder aus Süd- oder Nordafrika. Die restlichen Länder haben vielleicht traditionsreiche Klubs, doch gerade in den ärmsten Ländern der Welt, wie Gambia, wo selbst die besten Fußballer kaum etwas verdienen, wird Korruption und Betrügereien bester Nährboden geboten.




So wurden am 10. Mai 2014 die A-Nationalmannschaft von Gambia, sowie sämtliche JuniorenNationalmannschaften vom afrikanischen Verband für zwei Jahre von allen kontinentalen Wettbewerben, inklusive der Qualifikation zum Afrika-Cup 2015, ausgeschlossen, nachdem fünf Spieler mit gefälschten Pässen in der U-20-Nationahnannschaft aufgelaufen waren.


Große Armut in dem Land, nicht genug Schulen, viele können nicht lesen und schreiben, führt vor allem zur Perspektivlosigkeit bei den jungen Menschen. Sie haben kaum eine Chance dem Elend zu entkommen.

Für deutsche Kinder und Jugendliche ist es kaum vorstellbar, keinen PC, kein Handy oder kein TVGerät im Haushalt zu haben. In ganz Kubuneh gibt es kein Auto, mit dem man mal die Eintönigkeit in Richtung Stadt oder Küste verlassen könnte. Da bleibt den meisten Kids nur ihre Freizeit auf den Sandwegen und -platzen mit Fußball zu verbringen. Als wir durch die Dörfer führen sahen wir, wie die Kinder überall mit Leidenschaft kickten. Gespielt wird bei den Jugendlichen nur barfuß, weil es an Fußballschuhen und Geld mangelt.


Fußball ist kein Ausweg aus der Misere, aber immerhin bietet er ein kleines Stück an Lebensqualität. Wenn ein Schultumier organisiert wird, nehmen die Kids mit Begeistemng daran teil. Fußball ist allgegenwärtig, wie z. B. bei der Übertragung der Champions League. Gibt es doch in keinem normalen Haushalt ein Fernsehgerät, so mussten wir auf die Spiele Juventus gegen FC Bayern und Arsenal gegen Barcelona im tiefsten Afrika nicht verzichten. Nach 25 Minuten Fußmarsch durch Steppe und Busch erwartete uns eine alte Scheune in der über 100 Jugendliche und Erwachsene vorm Fernseher saßen und Fußball quasi lebten. Noch intensiver als bei uns in den Fankneipen.

Viele Spieler spielen dort gar nicht im Verein, sondern nur auf der Straße, so wie es auch der gambische Flüchtling Bakery Jatta machte, der jetzt vom Hamburger SV unter Vertrag genommen werden soll.

Wir konnten uns selbst davon überzeugen, dass die Fußballspieler von Kubuneh ein gewaltiges Potenzial haben. Es fand anlässlich unseres Besuches ein Jugend- und ein Herrenspiel statt.

"Von der Qualität der Kids und auch von den Erwachsenen war ich schnell begeistert. Ich sah talentierte Spieler, die technisch stark, schnell und geschmeidig waren. Trotz der 35 Grad im Schatten gingen sie engagiert zur Sache" so Hartmut Dreesmann. In der Halbzeitpause rannten dann alle zum naheliegenden Brunnen, um sich mit dem Wasser zu kühlen und es zu trinken.

Ein großes Problem ist, dass es zwar viele Talente gibt, aber diese sich nicht weiterentwickeln können, da es an allem fehlt. Vor allem an Material, an Bällen, an Trikots, an Fußballschuhen, Eckfahnen, Ausstattung für Schiedsrichter, Tometze usw. Wir möchten uns in Zukunft u.a. auch intensiv um die Fördemng des Fußballs in Kubuneh kümmern. Daher gab es während unseres Aufenthaltes ein Gespräch mit dem zuständigen Sportkomitee. Sie baten uns um Unterstützung, egal ob Sach- oder Geldspenden. Gebrauchte Fußballschuhe, gebrauchtes Trainingszubehör usw. werden dankend angenommen.

Wenn Sie etwas für den Fußball spenden möchten oder Interesse an einer Patenschaft für ein Kind haben (nur 12,50   im Monat bzw. 150   jährlich), dann setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Ihre Spende kommt zu 100 % in Kubuneh an. Wir selber überzeugen uns jährlich auf eigene Kosten vor Ort davon, ob die Spenden richtig eingesetzt werden. Da unser Verein gemeinnützig ist, können Sie ihre Spende steuerlich absetzen! Wir erstellen ihnen auf Wunsch gerne eine Spendenbescheinigung.

Besuchen Sie uns auf Facebook unter: KuKi Gambia - Patenschafiten für die Kids von Kubuneh


E-Mail: kuki.gambia@gmail.com


Spendenkonto: IBAN: DE 47 28061822 1220313000

bei der Volksbank Oldenburg eG

Kontoinhaber: KuKi Gambia e. V

Hartmut Dreesmann