Urlaub mit großartiger Reisaktion

Vor ihrem Urlaub hatte Karin aufgrund erster Nachfragen kurzerhand allen Sponsoren angeboten, vor Ort für die jeweilige Patenfamilie einen Sack Reis zu kaufen. Die Resonanz war überwältigend, denn 26 Sponsoren spendeten Reisgeld für die eigene Patenfamilie und teilweise auch für eine weitere Familie. Es gingen laufend weitere Reisgeldspenden ein, sodass letztendlich neben den 26 Sack Reis für die Patenfamilien noch 22 weitere Sack Reis gekauft werden konnten, die an die verbleibenden Familien gingen. So bekam jede Familie mindesten ¼ Sack Reis und Karin bekam schon Bedenken, den gesamten Urlaub mit dem Verteilen von Reis zu verbringen.

Aber es verlief alles ganz problemlos. Nachdem der Preis für einen Sack Reis im Dorf mit 1.800 Dalasi angegeben wurde, holten Karin und ihr Freund Rainer mit Hilfe eines Bekannten Preise auf dem Markt in Serrekunda ein. Dort gab es die Reissäcke á 50kg mit dem gebrochenen „American Rice“ schon für 1.675 Dalasi. Natürlich mussten diese noch transportiert werden, doch auch bei Umrechnung des Transports auf die Anzahl der Säcke lag der Preis pro Sack Reis mit 1.725 Dalasi noch immer unter dem Preis im Dorf.

Bei 48 Sack ergab sich somit ein Betrag von 80.400 Dalasi, ein ganzer Tresor voller Geld, das in dem Geschäft auf dem Markt in Serrekunda mehrmals nachgezählt wurde. Auch das Fahrzeug für den Transport der Reissäcke nach Kubuneh stand schon bereit. In Kubuneh wurden die 48 Säcke Reis bis zum drauffolgenden Sonntag zwischengelagert. Am Sonntag konnten dann die Familien nach der sowieso anstehenden Geldauszahlung ihren Reis entgegennehmen.

Vielen Dank an alle Sponsoren, die Freude im Dorf war riesig, denn auch in Gambia ist wirklich alles viel teurer geworden.